Pilgerweg nach Assisi

  Stadt des Pilgerweg

”Vade Francisco et repara domum meam”

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Einsiedelein Montepaolo - Heiliger Antonius

    Antonio fügte diesen Verpflichtungen zwei weitere hinzu: eine eher bescheidene, und zwar das armselige Geschirr nach den kargen Essen der Gemeinschaft zu waschen; die andere, ziemlich schwierige und verbindliche: das Worte Gottes zu lernen und zu meditieren, um gut vorbereitet und bereit zu sein, den Pfarrdienst ausüben zu können und zu predigen, eine Sache, die er, wenn auch begrenzt, er bereits in der Umgebung des Romitorio tat. Für seine Lehrvorbereitung und seine feinsinnige Sprechweise, befahl ihm der Superior, während einer Priesterweihe im Dom von Forlì zu predigen, weil er genau wusste, dass der stille Mönch dieser unerwarteten Situation, die durch die Abwesenheit des offiziellen Predigers entstanden war, untertänig nachgekommen wäre. Man kann sagen, dass ab diesem Augenblick die Zeit der Ruhe und Einsamkeit, in die Antonio eingetaucht war, seit er in Montepaolo angekommen war, für ihn zu Ende war. Um diesem Streben nachzukommen, bat Antonio einen seiner Ordensbrüder, eine natürliche Höhle zu nutzen, die bis dahin als Abstellraum für die Arbeitsgeräte genutzt wurde.                                                                                                
Dort bereitet er sich auf diese außergewöhnliche Predigt vor, die ihn in ganz Italien und Frankreich bekannt machte, eine Predigt, die durch Zufall in Forlì begonnen hatte.

Er wird von Montepaolo weggehen und nur ein einziges Mal nach einigen Jahren (1228) dorthin zurückkehren, im Rahmen der offiziellen Aufgabe (zwischenzeitlich zum Landes-Superior gewählt), um die Franziskanerkloster, die über das weite Gebiet von Rimini aus über die ganze Emilia hinweg, Teile von Venetien, der Lombardei und des Piemonts, ausgebreitet haben, zu besichtigen.
Es scheint – und einige Autoren bestätigen dies -, dass er – auch schweren Herzens –die Schließung des schlichten Romitorios angeordnet hatte, wo er selbst die außergewöhnliche Präsenz Gottes erfahren hatte, der ihn rief und ihn auf die große Mission des Predigers vorbereitet hatte. Die Schließung des Romitorios ging auf die Tatsache zurück, dass die Behausung inzwischen unbewohnbar war und die Gegend besonders gefährlich geworden war, weil es voller Emigranten, Diebe und Banditen war.                       Der Heilige wies die Mönche an, sich nach Castrocaro zurückziehen, wo sich – und inzwischen scheint dies wahr zu sein – bereits eine Franziskanervereinigung befand, die sich vielleicht ein bisschen dem “Konventualismus” zuneigte. Es ist belegt, dass die von Montepaolo nach Castrocaro kommenden Neuankömmlinge von den anderen durch den Namen “die Einsiedler von Montepaolo” unterschieden wurden.          Durch die Schließung des kleinen Klosters, verließ die kleine Gemeinschaft auch die Höhle. Über den Zeitraum von diesem Zeitpunkt bis 1690 schweigen die Historiker, oder besser gesagt, es existieren nur wenige Dokumente über diese Zeit.            Man kann denken, dass die Hingabe der Anhänger zu dem Heiligen an diesem Ort nie aufgehört hat, von dem Moment an, als ein Edelmann aus Castrocaro – jener Giacomo Paganelli – an den sog. Heiligen aus Forlì (weil er zur damaligen Zeit so genannt wurde).gedacht hat, als er körperlich schwer krank war. Aber nicht an jene berühmt Stadt mit ihrem sehr berühmten Kreuzweg, damals schon Zeil von großen Pilgern; sondern an den einfachen Ort, wo der große Wundertäter ca. 15 Monate lange verweilte: dort ließ der wunderbare Paganelli als Zeichen seiner Dankbarkeit eine Kapelle errichten (1629). Die Leute fingen wieder an, ihre Hingabe zu dem Wundertäter zu praktizieren, durch zahlreiche Pilgerungen aus der ganzen Romagna und darüber hinaus.
Als Folge der ständigen Erdrutsche, wurden die Zugangswege immer mühsamer und gefährlicher und die Pilger wurde immer weniger, jedoch ohne jemals ganz aufzuhören, dank der Menschen in der Umgebung.Ein Landsmann Antonios, ein ehemaliger jesuitischer Portugiese, der in seiner Heimat verfolgt wurde, war ein sehr guter Schriftsteller, Historiker und wurde von der päpstlichen Kurie ziemlich geschätzt. Dieser hat sich mit einem seiner Ordnensbrüder (Nichelini) am Ende des XIX Jahrhunderts zur Aufgabe gemacht, dem Hl. Ort seine Würde wiederzugeben. Es ist belegt, dass in kurzer Zeit (und wir befinden uns im Jahr 1790), innerhalb eines Jahres die Höhle restauriert wurde und  aus der Kapelle wurde eine kleine Kirche, an deren Seite ein Pfarrhaus zur dauerhaften Unterbringung eines Priesters errichtet wurde.
Um sich vor der napoleonischen Invasion zu retten, wurde entschieden, in „Juspartontato“ (also praktisch in Besitz) den ganzen Komplex dem Marquis Vitaliano Paolucci zu überschreiben, um die Enteignung zu verhindern.                             1901 wurde er der Diazöse von Modigliano zurückgegeben und diese gabe ihn den Franziskanern der Toskana zurück, die die Hüter der antiken Einsiedelei wurden. Die effektive und dauerhafte Rückgabe an die Brüder erfolgte im Jahr 1868 von Seit der Franziskaner von Bologna. Zum 100. Geburtstag wird Pater Nerozzi erinnert: “Der 1. Oktober, der letzte Tag der Hundertjahrfeier 1895 wird unvergänglich bleiben … die Pilger, die zur Hl. Einsiedelei geeilt waren, hatten die Zahl von 12000 überschritten…”                                                                                                 
Im Jahr darauf übernahmen wir die sommovimenti del terreno und verursachen Schäden in den Strukturen, so dass die Pater gezwungen waren, erneut die Einsiedelei zu verlassen, die vom Bischof Agostino Bandini in Obhut genommen worden war, mit der Absicht sie in kurzer Zeit wieder herzurichten. Unter der Obhut des Presule wurde das alte Pfarrhaus ausgebaut, eine Kapelle zu Ehren von Maria, der Hilfreichen gebaut, mit einem kleinen Krankenhaus (Hospiz) mit 6 Betten für die Pilger, die behandelt werden mussten oder sich erholen mussten und die Zugangswege wurden renoviert.
Die Religiöse Institution entschied, den ersten Aufenthaltsort Antonios in Italien endgültig wieder herzurichten und kauften (1904) direkt das Gute “Montepaolo”, auf welchem die Originalhöhle des Heiligen entstanden war. Diese wurde auf ihrem natürlichen Platz wieder errichte und das Ereignis wurde am 15. August 1905 mit einer großen Prozession und einer Segnung der Höhle gefeiert. In den Jahren 1930 – 40 erhielt die Einsiedelei weitere Änderungen, von denen wir ausgehen, dass es heute noch so aussieht. Der Zufluss der Pilger war bis in die frühen 70iger Jahr ziemlich stark und heute hat dieser mit erneuter Vitalität und echter Bewunderung für den großen Wundertäter wieder begonnen.

Ritorna Eremi del cammino

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