Pilgerweg nach Assisi

  Stadt des Pilgerweg

”Vade Francisco et repara domum meam”

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Die Einsiedelei der Kerker

Antikes Romitorium des 15. Jh, ca. 5km außerhalb Assisis auf dem Berg Subasio (Monte Subasio) gelegen. Die Einsiedelei wurde auf dem Platz erricht, wohin sich der Hl. Franziskus und seine Jünger im Gebet zurückzogen (sich einkerkerten), in der Nähe einer kleinen Kirche, die von Grotten umgegeben war, die bereits im frühen Christentum von Einsiedlern besucht wurden. Der Sage nach kommt der Name "Einsiedelei der Kerker" vom Begriff "Kerker": Hl. Rückzug. Am Anfang gab es dort nur ein kleines Oratorium, das Franziskus als geeignet für Buße und Kontemplation empfand. Im fürühe 14. JH wurde der Ort den Minori übergeben; 1373 wurde er dem seligen Paoluccio Trinci übergeben, der dort die ersten Zellen errichten, in Form eines Schlafsaales, rund um die Grotten des Hl. Franziskus herum und neben der kleinen Kapellle der Hl. Maria (Oratorium S. Maria). Nach und nach wurde der Kloster erweitert. Im Inneren befindet sich ein Speisesaal mit Tischen aus dem 15. Jh. Im oberen Stockwerk ist ein Schlafsaal mit den Zellen. Außen ist ein kleiner Kreuzgang, von welchem aus man die Kapelle des Hl. Bernhards (Fresken aus dem frühen 16. Jh) erreichen kann. Davor steht die Kirche aus dem 15. Jh., in der über dem Altar ein Fresko (Kreuzigung) aus der umbrisch-sienesischen Schule aus dem mittleren 15. Jh zu sehen ist; am Fuß des Altars ist ein weiteres Fresko aus dem 16. Jh. mit dem Wappen der Pfandhäuser. Der plakativste Teil ist sicherlich die Grotte des Hl. Franziskus, die im Originalzustand eine Einheit war, jetzt aber in zwei Hohlräume unterteilt ist; der eine enthält ein Felsbett, auf dem der Heilige schlief; im anderen siet man rechts einen Felsen, auf dem Franziskus mit hoher Wahrscheinlichkeit saß, um zu meditieren und zu beten. Auf dem Fußboden kann man einen Stein mit einem Loch erkennen, das sog. "Teufelsloch". Der Sage nach verschwand durch diese Bergöffnung der Dämon, nachdem er Franziskus ohne Erfolg in Versuchung geführt hatte. Im dem darunter liegenden Wald befinden sich die Grotten des Seligen Rufino und Masseus. Hier kann man zudem den Baum der Vögel bewundern, eine uralte Steineiche, zu der die Vögel gekommen sein sollen, um vom Heiligen gesegnet zu werden. Die Grotte des Bruder Löwe und die Zellen der anderen Begleiter des Heiligen, Bernhard aus Quintavalle, Bruder Egidius, Sylvester Andreas aus Spello und Antonius aus Stroncone, die sich hinter dem Graben befinden, sich besichtigunswert.

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